Produktbeschreibung Durchschlagende Zungen Neue Aufnahmen beweisen: In Virtuosenhand entwickelt das Akkordeon Zauberkräfte. In seinem legendären „Musik-Lexikon“ beschrieb Hugo Riemann 1919 das Innenleben einer „Ziehharmonika“: „Durchschlagende Zungen liegen in der Ober- und Unterplatte eines vielfaltigen Balges.“ Da diese schwingenden Metallblätter nach innen und außen gerichtet sind, kommen Töne beim Zusammendrücken wie beim Aufziehen zustande. Schön und gut – Riemanns Fazit über das Instrument tönt allerdings eher frostig: „Die größten und besten sind in der Hand geschickter Spieler nicht ohne Kunstwert.“ Über solche Skepsis kann der Österreicher Wolfgang Dimetrik, 32, nur artig lächeln. Wenn er sein Pigini-Gomes-Einzeltonakkordeon in Bewegung setzt, erklingt eine akustische Vielfalt, die an Konzertflügel heranreicht. Staccati, singendes Piano, Kraftakkorde und huschende Läufe hat der Virtuose parat, obendrein spezielle Register, die die Klangfarbe von duftig bis grell zu variieren erlauben. Den Beweis liefern Haydns Klaviersonaten: So pfiffig-elegant waren die Kabinettstücke noch nie zu hören. Eine Aufnahme von Bachs „Goldberg-Variationen“ trumpft dann mit verblüffender kontrapunktischer Raffinesse auf. Stilistisch ist Tastenhexer Dimetrik auch damit keineswegs am Limit: Auf einer dritten CD mit Klavierbegleitung präsentiert er Werke des Slowenen Urosˇ Rojko (Jahrgang 1954), der neben luzide-minimalistischer Kopfmusik auch eine fünfteilige Hommage an Astor Piazzollas Tangowelt komponiert hat. Johannes Saltzwedel, Kultur Spiegel 06/2007 Künstlerbiographie Wolfgang Dimetrik (*6. Januar 1974 in Eibiswald/Steiermark) ist ein österreichischer Akkordeonist. Ersten Akkordeonunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren. Ab dem 11. Lebensjahr wurde Dimetrik am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium in Graz von Prof. Erwin Moder unterrichtet. 1991 bestand er die Aufnahmeprüfung an der Grazer Musikhochschule. Es folgte das Akkordeonstudium bei Gastprof. Mogens Ellegaard, James Crabb und Geir Draugsvoll. 1992 Abitur am Musikgymnasium Graz. Nach der Diplomprüfung 1996 wechselt Dimetrik an das Hermann-Zilcher-Konservatorium, Würzburg, in die Klasse von Stefan Hussong. 2001 Künstlerisches Diplom. 2003 Meisterklassendiplom an der Hochschule für Musik, Würzburg. Wolfgang Dimetrik ist ein bekannter Vertreter des Klassischen Akkordeons. Sein Repertoire reicht von der Interpretation barocker und klassischer Werke bis zur Wiedergabe moderner Originalliteratur für Akkordeon. Er ist Preisträger verschiedenster internationaler Wettbewerbe (VAMÖ-Wettbewerb Wien, Landesmusikschulwettbewerbe Graz, Deutscher Konservatoriumswettbewerb Nürnberg). Meisterkurse bei Geir Draugsvoll, Holland; Mie Miki-Schenk, Deutschland; Joseph Macerollo, Kanada. Wolfgang Dimetrik ist auch Pädagoge an der Berufsfachschule für Musik in Altötting. Neben Solokonzerten tritt Wolfgang Dimetrik auch als Kammermusiker auf, beispielsweise mit der musikFabrik Nordrhein-Westfalen, dem Neuen Ensemble Hannover, dem ensemble recherche, dem Ensemble Modern oder dem Ensemble SurPlus. - Mitwirkung an der Oper Frankfurt in Die Wände von Adriana Hölszky, unter der Leitung von Alfons Kontarsky.
- 2001 Uraufführung von Arnold Schönbergs Die glückliche Hand mit dem United Ensemble Berlin, Leitung Peter Hirsch.
- 2003 Uraufführung des Stücks Lied für Orchester von Jörg Widmann mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott.
- 2004 Uraufführung von Isabel Mundrys Gefaltete Zeit mit dem ensemble recherche und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Peter Rundel.
- 2007 Uraufführung von Christopher Brandts Sonata 332, Blumenstück.
- 2007 Uraufführung Marko Zdraleks Deux espace imaginaire.
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