Guerilla und vergänglich in 3D

Jeder kennt sie: bunte Bilder inmitten grauer Gebäudekomplexe, Farbtupfer an farblosen Bahnstationen und Riesenkunstwerke in der Fußgängerzone.Street Art ist eine eigenständige Kunstform, die weltweit in allen großen Städten verbreitet ist.

Die Künstler sind oft anonym bzw. tragen Pseudonyme, die aber zum Teil nur unter den einzelnen Künstlern bekannt sind. Anonym bleiben die Sprayer, Maler und Zeichner oder Künstler schon aus dem Grund, dass die meisten Street Art Kunstwerke schlicht illegal sind.
Nur wenige Firmen geben Graffiti oder Stickerkunst tatsächlich in Auftrag.

Die wohl bekannteste Form der Street Art ist die Graffiti Kunst. Von Schriftzügen und Namenszügen bis hin zu Kunstwerken in alle Farben kennen die Meisten von uns. Etwas in Verruf wegen der z.T. wahllosen Sprayerkunst auch an Hauseingängen oder auf Bahnen, ist und bleibt Graffiti beliebt und verbreitet. Gelegentlich haben die Bilder eine Aussage, oft sprechen sie einfach für sich.

Derzeit bekannt und beliebt sind Straßenbilder in Kreide, die durch besondere Tiefe auffallen. 3D Straßenbilder sind von enormen Ausmaßen und bestechen durch beeindruckende Effekte. Leider nicht sehr haltbar, verschwindet das Werk innerhalb kürzester Zeit wieder von der Straße.

Ein relativ neuer Street Art Trend ist das sogenannte „Guerilla Knitting“: Handabreiten werden dekorativ um Bäume, Laternenpfähle oder Handläufe festgenäht. Nicht verwendete Strick- oder Häkelstücke finden so Verwendung und bringen kleine Farbflecke in die teilweise grauen Städte.
Ganze Gruppen von Handarbeitsfans treffen sich mittlerweile zu sogenannten Guerillaaktionen und verschönern gemeinsam in einer Nacht- und Nebelaktion ihre Stadt: